lean

Veröffentlicht 2026-09-09

Mobile Stromversorgung für eine Schicht auslegen

Ein mobiler IT-Wagen ist nur so mobil wie seine Stromversorgung. Die Auslegung beginnt bei der Schicht, die abgedeckt werden muss — nicht beim Datenblatt des Akkus.

Von der Schicht her rechnen, nicht vom Akku

Notieren Sie vor jedem Kapazitätsvergleich drei Zahlen: Wie viele Stunden muss der Wagen ohne Steckdose arbeiten, wie viele Geräte hängen daran, und wie viel Zeit bleibt zwischen zwei Schichten zum Laden? Die lean LFP Stromversorgung bringt 720 Wh mit und versorgt einen typischen Wagen über zwölf Stunden. Dieser Wert ist ein Ausgangspunkt, keine Zusage: Die Laufzeit hängt von den angeschlossenen Geräten ab. Ein Wagen mit energiesparendem 24″-Monitor und Thin Client zieht deutlich weniger als einer mit 32″-Display, Fat Client und Etikettendrucker. Teilen sich zwei Teams einen Wagen über eine Doppelschicht, ist nicht die maximale Laufzeit die entscheidende Frage, sondern ob der Wagen in der Lücke dazwischen geladen werden kann.

Warum LiFePO4

Lithium-Eisenphosphat war schon 2008 die Wahl, als lean die erste mobile Stromversorgung für IT-Wagen entwickelte — und die Gründe gelten weiter. LiFePO4-Zellen halten bis zu 5.000 Ladezyklen; über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren entscheidet damit in der Regel nicht der Akku darüber, wann ein Wagen aus dem Verkehr geht. Ein Tiefentladungsschutz hält die Zellen aus dem Zustand heraus, der sie am schnellsten altern lässt. LED-Ladestandsanzeige und USB-Schnittstelle mit History Logging machen den Zustand jeder Einheit nachvollziehbar, statt ihn zu schätzen. Das Gehäuse ist geschlossen, passiv gekühlt und lüfterlos sowie staub- und spritzwassergeschützt: kein Filterwechsel, kein Lüfter, der Staub in die Elektronik zieht, und nichts, was in einem ruhigen Raum zu hören wäre.

Was wirklich Strom zieht

Drei Posten dominieren die Rechnung. Der Monitor ist meist der größte Einzelverbraucher, und der Schritt von 24″ auf 27″ oder 32″ fällt spürbar aus; ein energiesparender True-Flat-Monitor hält ihn niedriger als ein Standardgerät. Zweitens der Client: Ein Thin Client mit IGEL OS braucht einen Bruchteil dessen, was ein Fat Client mit lokalen Anwendungen benötigt — und IGEL OS macht jedes 64-Bit-x86-Gerät ab 2 GB RAM zum Thin Client, ein sparsames Gerät reicht also oft aus. Drittens die Peripherie: Handscanner (2D/3D), USB-Hub, auf Korpuswagen auch ein Drucker. Auch die Ausgangsseite zählt: Die LFP liefert 5–48 V DC mit 200 W und versorgt damit den Großteil der Wagen-Hardware direkt. Geräte, die zwingend Netzspannung brauchen, benötigen den optionalen 230-V-Sinusausgang mit 400 W — und diese Wandlung kostet zusätzlich Energie.

Laden in den Tagesablauf einpassen

Das integrierte, lüfterlose Schnellladegerät bringt die Stromversorgung in unter drei Stunden auf volle Ladung — auch das abhängig von den angeschlossenen Geräten. Für die Flottenplanung ändert das einiges: Ein Wagen braucht keinen eigenen Nachtstellplatz, wenn er sich in einer Pause nachladen lässt. Legen Sie früh fest, wo geladen wird und ob der Wagen im Betrieb laden soll. Die LFP liefert unterbrechungsfreien Strom, ein am Bett oder am Arbeitsplatz eingesteckter Wagen arbeitet also weiter. Die LED-Anzeige zeigt den Ladestand auf einen Blick, die USB-Schnittstelle mit History Logging zeigt der IT, wie eine Einheit tatsächlich genutzt wurde, bevor über zusätzliche Kapazität entschieden wird. Die Generation V3 ergänzt das lean CMD Display, das Steuerung und Information direkt am Gerät zusammenführt.

Wann der All-in-One-PC mit Wechselakkus besser passt

Die externe Stromversorgung ist nicht der einzige Weg. Lüfterlose All-in-One-Panel-PCs versorgen den gesamten Arbeitsplatz aus eigenen Akkus: Der lean POCm arbeitet mit Intel Core i5/i7 der 13. Generation, drei Hot-Swap-Akkus und 10 bis 16 Stunden Laufzeit, der lean POCi kombiniert ein 23,8″-Full-HD-Display mit IP66-Aluminiumfront und Wi-Fi 6E. Hot-Swap heißt: Ein leerer Akku wird im laufenden Betrieb getauscht — passend für den Rund-um-die-Uhr-Einsatz, bei dem ein Wagen nie eine ruhige Stunde zum Laden hat. Der Preis dafür ist Flexibilität. Die LFP versorgt alles, was auf dem Wagen sitzt, inklusive frei gewählter Monitore, Clients und Peripherie, während beim All-in-One Bildschirm und Rechner fest zusammengehören. Für den medizinischen Einsatz gibt es nach IEC 60601-1 zertifizierte Modelle.

Was Sie vor der Beschaffung klären sollten

Fünf Punkte decken das Meiste ab. Messen Sie den tatsächlichen Verbrauch der Hardware, die montiert werden soll, statt Typenschildwerte zu addieren. Klären Sie, ob ein Gerät zwingend 230 V braucht oder sich aus dem DC-Ausgang versorgen lässt. Legen Sie fest, wo und wann geladen wird — und wer es merkt, wenn es nicht passiert. Prüfen Sie, ob das Gehäuse zum Raum passt: geschlossen und lüfterlos ist in staubiger Produktion genauso relevant wie in der Klinik. Und testen Sie vorher. Ein Testwagen aus unserem Bestand, im echten Schichtbetrieb gefahren, beantwortet die Laufzeitfrage zuverlässiger als jedes Datenblatt — und zeigt zugleich, ob der Wagen selbst zur Arbeit passt.

Kurz gefasst

  • 720 Wh reichen bei einem typischen Wagen für über zwölf Stunden — die reale Laufzeit bestimmen die angeschlossenen Geräte.
  • LiFePO4-Zellen halten bis zu 5.000 Ladezyklen; der Akku begrenzt selten die Lebensdauer des Wagens.
  • Vollladung in unter drei Stunden: Laden passt in eine Pause, nicht nur in die Nacht.
  • All-in-One-PCs mit drei Wechselakkus passen zu Wagen im Dauerbetrieb, die externe LFP zu gemischter Hardware.
  • Vor der Flottenbestellung einen Testwagen im echten Schichtbetrieb fahren.

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