lean

Veröffentlicht 2026-09-16

IT-Wagen konfigurieren: Monitor, Client, Zubehör

Wagen, die im Alltag enttäuschen, sind selten schlecht gebaut — meist wurden sie Teil für Teil konfiguriert. Monitor, Client, Stromversorgung und Zubehör hängen voneinander ab und gehören deshalb in einen gemeinsamen Plan.

Mit der Aufgabe beginnen, nicht mit der Teileliste

Bei über 1.000 Konfigurationsoptionen liegt es nahe, im Katalog anzufangen. Der bessere Einstieg ist eine kurze Beschreibung der Arbeit: Wer nutzt den Wagen, im Stehen oder im Sitzen, wie lange, was ist auf dem Bildschirm zu sehen und was wird unterwegs erfasst oder gedruckt? Ein Wagen für die Dokumentation am Bett braucht kaum mehr als Bildschirm, Tastatur und Scanner. Ein Wagen für den Wareneingang braucht Platz für Etikettendrucker und Etiketten. Ein Service-Counter braucht ein großes Display, das auch die Kundschaft sieht. Steht die Aufgabe fest, ergeben sich die meisten Entscheidungen von selbst — und die übrigen werden zu echten Abwägungen statt zu Vermutungen. Genau diese Beschreibung erfragen wir auch zuerst, wenn wir Sie telefonisch oder vor Ort beraten.

Die Monitorgröße setzt den Rahmen

Der Monitor ist die sichtbarste Entscheidung und schränkt mehrere andere ein. Auf lean Wagen kommen Standard- oder energiesparende True-Flat-Monitore mit Schutzglas in 24″, 27″ oder 32″ zum Einsatz. Ein größerer Bildschirm zeigt mehr auf einmal — hilfreich bei dichten Anwendungen oder wenn mehrere Personen gemeinsam draufschauen. Er bringt aber auch mehr Gewicht und Verbrauch mit, und jede Halterung hat eine Grenze: In der Standardausführung trägt die VESA-Halterung des EasyCart bis 11 kg, VexioCart und ProCart bis 14 kg, der federunterstützte Lift-Arm an BaseCart und NovoCart bis 8 kg. Alle nutzen das Lochbild VESA 75/100. Prüfen Sie deshalb das Gewicht des gewählten Monitors gegen die Halterung, bevor Sie irgendetwas anderes festlegen. Werden zwei Bildschirme gebraucht, gibt es eine Dual-Monitor-Halterung als Zubehör — dann gilt die Prüfung doppelt.

Client: separates Gerät oder All-in-One

Die zweite Entscheidung betrifft den Ort der Rechenleistung. In die Wagen lassen sich nahezu alle Clients integrieren, etwa von Lenovo, Dell, HP und LG. Ein Thin Client mit IGEL OS passt zu Umgebungen mit zentralen Servern oder virtuellen Desktops; IGEL OS macht jedes 64-Bit-x86-Gerät ab 2 GB RAM zum verwalteten Thin Client, administriert über IGEL UMS. Ein Fat Client ist die bessere Wahl, wenn eine dauerhafte Serververbindung nicht sichergestellt ist. Der Client braucht einen festen Platz: Der EasyCart hat eine Ablagefläche mit Technikfach für Laptop oder Fat- und Thin-Client, der VexioCart nimmt optional eine ClientBox auf, Korpuswagen bieten ein Technikfach. Die Alternative ist ein All-in-One-Panel-PC wie der lean POCm oder POCi, der Bildschirm und Rechner vereint und den Arbeitsplatz aus eigenen Akkus versorgt.

Die Stromversorgung folgt aus Bildschirm und Client

Erst wenn Monitor und Client feststehen, lässt sich die Stromversorgung sinnvoll auslegen. Die lean LFP mit 720 Wh versorgt einen typischen Wagen über zwölf Stunden, den tatsächlichen Wert bestimmen aber die angeschlossenen Geräte: Ein 32″-Display mit Fat Client zieht spürbar mehr als ein 24″-True-Flat-Monitor mit Thin Client. Die LFP liefert 5–48 V DC mit 200 W und deckt damit den Großteil der Wagen-Hardware direkt ab; Geräte, die Netzspannung brauchen, benötigen den optionalen 230-V-Sinusausgang mit 400 W. Ein All-in-One mit drei Hot-Swap-Akkus wie der lean POCm mit 10 bis 16 Stunden Laufzeit ersetzt die externe Stromversorgung ganz. Wer den Strom zuletzt plant, vermeidet einen typischen Fehler: einen Akku, der für Hardware ausgelegt wurde, die später noch getauscht wurde.

Zubehör, das zum Ablauf passt

Zubehör macht aus einem Standardwagen ein Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe — und jedes Teil sollte einen Schritt im Ablauf abbilden. Barcode- und 2D-Scanner brauchen einen Scannerhalter in Reichweite der scannenden Hand. Eine Druckerablage gehört nur dann auf den Wagen, wenn vor Ort Etiketten oder Formulare gedruckt werden. Verfügbar sind außerdem Tastaturschubladen mit Mausablage, seitliche Klapptische, Ablagen an der Säule, Schubladen, Handschuhbox- und Tablett-Halter, USB-Hubs und Schiebegriffe. An AluCart und NovoCart lassen sich über Normschienen Teile nachrüsten, der VexioCart ist dank Standsäule ebenfalls erweiterbar. Desinfizierbare Tastaturen und Mäuse sind überall dort die erste Wahl, wo häufig gereinigt wird. Behalten Sie dabei einen Grundsatz im Blick: Jedes Zubehörteil bringt Gewicht, Breite oder Kabel mit — was der Ablauf nicht braucht, bleibt weg.

Das Ganze prüfen, bevor die Flotte bestellt wird

Eine Konfiguration, die auf dem Papier stimmig wirkt, muss sich im Einsatz noch bewähren. Drei Prüfungen helfen. Erstens: Addieren Sie das Gewicht an jeder Halterung und vergleichen Sie es mit der Grenze. Zweitens: Stellen Sie sicher, dass die Leitungen für Client, Monitor, Scanner und Strom sauber verlaufen — der ProCart etwa führt Daten- und Netzleitungen getrennt in seiner Säule. Drittens: Fahren Sie einen Testwagen aus unserem Bestand im echten Arbeitsalltag, am besten im Vergleich mehrerer Modelle. Auf Wunsch installieren wir Ihre Clients vorab und nehmen die Wagen gemeinsam mit Ihrer IT-Abteilung in Betrieb, damit genau die Konfiguration ankommt, die Sie getestet haben.

Kurz gefasst

  • Zuerst die Aufgabe beschreiben — die meisten Konfigurationsentscheidungen folgen daraus.
  • Monitorgewicht zur Halterung passend wählen: bis 11 kg (EasyCart), 14 kg (VexioCart, ProCart) oder 8 kg (Lift-Arm an BaseCart, NovoCart).
  • Den Client — Thin, Fat oder All-in-One — vor der Stromversorgung festlegen.
  • Nur Zubehör einplanen, das einen echten Arbeitsschritt abbildet.
  • Die komplette Konfiguration vor der Flottenbestellung am Testwagen prüfen.

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