Veröffentlicht 2026-03-04
Vom Testwagen zum Fuhrpark: Rollout planen
Ein einzelner Wagen beweist die Idee, ein Fuhrpark muss den Alltag überstehen. Der Leitfaden geht die Schritte von der Beratung über den Testwagen bis zu Inbetriebnahme, Umbau und langfristigem Service durch.
Beratung und Konfiguration
Ein Rollout beginnt mit einem Gespräch, telefonisch oder vor Ort. Hinter jedem lean Wagen stehen über 1.000 Konfigurationsoptionen — Chassis, Innenausstattung, Bildschirmgröße, Halterung, Client, Stromversorgung, Zubehör — und Aufgabe der Beratung ist es, daraus die zwei, drei Konfigurationen zu machen, die wirklich zur Arbeit passen. Entscheiden Sie zuerst, was sich später schwer ändern lässt: Wagenfamilie, Breite, Stauraum, Bildschirmgröße und ob der Wagen mit lean LiFePO4-Stromversorgung oder mit All-in-One-Panel-PC mit Wechselakkus läuft. Zubehör wie Druckerablagen, Scannerhalter, Schubladen, seitliche Klapptische und USB-Hubs lässt sich ergänzen, sobald das Bild klarer wird.
Testwagen unter realen Bedingungen
Bevor in Stückzahl bestellt wird, fordern Sie einen Testwagen aus dem Testwagen-Bestand an und setzen ihn im echten Betrieb ein — auf der Station, an der Linie, im Wareneingang. Ein Test ist außerdem der schnellste Weg, mehrere Modelle direkt zu vergleichen, und er beantwortet Fragen, die kein Datenblatt beantwortet: ob der Wagen durch die engste Tür der Runde passt, ob die Tastaturhöhe großen und kleinen Nutzern passt, ob der Akku mit Ihrem Client und Ihrem Monitor wirklich eine ganze Schicht trägt. Sammeln Sie die Rückmeldungen der Menschen, die ihn nutzen. Ihre Einwände sind jetzt günstiger als nach der Lieferung von 60 Wagen.
Vorinstallation und Inbetriebnahme
Auf Wunsch werden die Clients vorab installiert und die Wagen gemeinsam mit Ihrer IT-Abteilung in Betrieb genommen. Vereinbaren Sie das früh, denn es verlagert die Arbeit, die schlecht skaliert — Image, Domänenbeitritt, Namensschema, Inventarnummern — vom Liefertag weg. Clients kommen von Dell, Lenovo, HP, LG und weiteren Herstellern; Thin Clients mit IGEL OS werden zentral über IGEL UMS verwaltet, und als IGEL Managed Service Provider lizenziert lean IGEL OS flexibel und rechnet vorhandene IGEL-Lizenzen an. Klären Sie die Zuständigkeiten: Wer packt aus, wer installiert, wer gibt einen Wagen als einsatzbereit frei?
Umbau vorhandener Wagen
Sind die vorhandenen Wagen noch gut in Schuss, ist der Umbau meist schneller und günstiger als ein Neukauf. Der Ablauf hat fünf Schritte: Die Anforderungen an Nutzung und IT-Ausstattung werden ermittelt; Spezialisten machen sich ein Bild von den Bestandswagen, oft reichen aussagekräftige Fotos; Sie erhalten ein Angebot über den Umbau eines Prototyps in der Werkstatt; Sie testen diesen Prototyp im Praxiseinsatz, Ihr Feedback fließt in das Festpreisangebot für die übrigen Wagen ein; der Umbau erfolgt anschließend bei Ihnen vor Ort, die Wagen fallen nur wenige Stunden aus und Transportkosten entfallen. Vier Voraussetzungen gelten: mindestens zwei leitfähige Rollen je Wagen, termingerechte Bereitstellung der Wagen, geeignete Räumlichkeiten für den Umbau und ein verantwortlicher Ansprechpartner vor Ort.
Ersatzteile, Service und Fuhrpark-Portal
Der Betrieb ist der lange Teil eines Rollouts. Ersatzteile, Reparaturen und Vor-Ort-Service stehen bereit, wenn Sie sie brauchen; der Vor-Ort-Service deckt Deutschland, Österreich und die Schweiz ab, Projekte in anderen Ländern werden individuell abgestimmt. Für die Wagen ist optional eine Garantie von 5 Jahren erhältlich. Das Fuhrpark-Portal hält den gesamten lean Wagen-Fuhrpark online an einer Stelle — spätestens dann wichtig, wenn sich die Wagen über mehrere Gebäude oder Standorte verteilen und niemand mehr weiß, welche Konfiguration wohin gegangen ist.
Woran Sie denken sollten
Fünf praktische Punkte entscheiden darüber, wie ruhig die ersten Wochen verlaufen. Laden: Legen Sie fest, wo die Wagen stehen und geladen werden. Eine lean LFP Stromversorgung hat 720 Wh, versorgt einen typischen Wagen über 12 Stunden und ist in unter 3 Stunden wieder voll — ein Ladepunkt je Wagen an einem festen Stellplatz ist deshalb meist die einfachste Lösung. Netz: Prüfen Sie die WLAN-Abdeckung entlang der Wege, die die Wagen tatsächlich fahren, nicht nur in den Räumen, in denen gearbeitet wird. Schulung: Eine kurze Einweisung je Schicht genügt, sie sollte Höhenverstellung, Bremsen, Laden und die Frage abdecken, wen man im Störfall anruft. Ersatzteile: Vereinbaren Sie einen kleinen Vor-Ort-Bestand an Verschleißteilen — Rollen, Kabel, Eingabegeräte. Und benennen Sie je Standort einen Ansprechpartner, dem die Wagen gehören; Rollouts bleiben dort liegen, wo sich niemand zuständig fühlt.
Kurz gefasst
- Aus über 1.000 Optionen konfigurieren, aber Chassis, Stauraum, Bildschirm und Stromversorgung zuerst festlegen.
- Testwagen aus dem Testwagen-Bestand im echten Betrieb prüfen, bevor ein Fuhrpark bestellt wird.
- Umbau läuft über einen Prototyp, danach Festpreis für die übrigen Wagen, Umbau vor Ort in wenigen Stunden je Wagen.
- Ladepunkte, WLAN-Abdeckung, kurze Einweisung, kleiner Ersatzteilbestand und ein Ansprechpartner je Standort gehören in die Planung.
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