lean

Veröffentlicht 2026-07-22

Thin Client, Fat Client oder All-in-One am Wagen?

Jeder IT-Wagen braucht einen Rechner — aber nicht jeder Wagen denselben. Die Wahl zwischen Thin Client, Fat Client und All-in-One-Panel-PC entscheidet darüber, wie der Arbeitsplatz verwaltet wird, wie viel Strom er zieht und wie viele Leitungen in der Säule landen.

Was die drei Varianten unterscheidet

Ein Thin Client ist ein kompaktes Gerät mit zentral verwaltetem Betriebssystem; die eigentliche Arbeit läuft auf einem Server oder in einem virtuellen Desktop. Ein Fat Client ist ein vollwertiger PC, der auf dem Wagen mitfährt: Betriebssystem und Anwendungen laufen lokal auf Hardware im Technikfach. Ein All-in-One-Panel-PC vereint Bildschirm und Rechner in einem lüfterlosen Gerät, das direkt an der Säule sitzt — bei den lean Modellen mit eigenen Wechselakkus, also ohne separate Stromversorgung. Alle drei Varianten lassen sich in jeden Wagen unseres Sortiments integrieren. Säulenwagen wie EasyCart, VexioCart und ProCart haben ein Technikfach oder optional eine ClientBox für einen separaten Client, Korpuswagen den entsprechenden Platz im Korpus. Die Entscheidung fällt damit nicht am Wagen, sondern in der IT-Abteilung: Sie hängt davon ab, wie Sie die Arbeitsplätze in den nächsten Jahren betreiben und betreuen wollen.

Zentrale Verwaltung mit IGEL OS und IGEL UMS

Wer Dutzende oder Hunderte Wagen betreibt, entscheidet sich meist wegen der zentralen Verwaltung für Thin Clients. IGEL OS macht jedes 64-Bit-x86-Gerät ab 2 GB RAM zum Thin Client — vorhandene Hardware aus Ihrem Bestand lässt sich also häufig weiternutzen, statt sie auszusortieren. Verwaltet wird über IGEL UMS mit verschlüsselter Kommunikation: Profile, Updates und Firmware verteilen Sie aus einer Konsole statt Gerät für Gerät. Fällt ein Wagen aus, übernimmt ein Ersatzgerät sein Profil, und vor Ort muss nichts neu aufgesetzt werden. Als IGEL Managed Service Provider lizenzieren wir IGEL OS gemeinsam mit unserem Partner dream-soft flexibel, bestehende IGEL-Lizenzen werden dabei angerechnet — relevant für alle, die vor Jahren dauerhafte Lizenzen gekauft haben. Im Krankenhaus ist IGEL OS mit integriertem Imprivata Single Sign-on der Standardfall, weil sich mehrere Mitarbeitende einen Wagen teilen und an jedem Bett schnellen, sicheren Zugriff brauchen.

Wann der Fat Client die bessere Wahl ist

Ein Thin Client ist immer nur so gut wie seine Verbindung. Wo der Wagen keine dauerhafte Serververbindung hat — eine Lagergasse mit lückenhafter WLAN-Abdeckung, eine Produktionshalle, in der das Netz an der Linie endet, ein Bereich, der auch bei einer Netzstörung weiterarbeiten muss —, ist der Fat Client die ehrlichere Antwort. Dasselbe gilt, wenn Anwendungen konstruktionsbedingt lokal laufen: Maschinen- und Messsoftware, Treiber für Geräte an der USB-Schnittstelle, Bildgebungs- oder Scanprogramme, die lokale Ressourcen erwarten. Wir integrieren Fat Clients von Dell, Lenovo, HP, LG und weiteren Herstellern in den Wagen und installieren sie auf Wunsch vorab, sodass die Wagen einsatzbereit ankommen. Viele Fuhrparks sind am Ende gemischt: verwaltete Thin Clients für den Standard-Dokumentationsplatz, einige Fat Clients für die Bereiche, in denen man sich auf das Netz nicht verlassen kann.

All-in-One-Panel-PCs mit Wechselakkus

Die dritte Variante spart eine ganze Komponente ein. Lüfterlose All-in-One-Panel-PCs mit antibakteriellem Gehäuse tragen den Rechner hinter dem Bildschirm und versorgen den kompletten Arbeitsplatz aus Wechselakkus. Der lean POCm arbeitet mit Intel Core i5 oder i7 der 13. Generation, drei Hot-Swap-Akkus und 10 bis 16 Stunden Laufzeit; der lean POCi bietet 23,8″ Full HD, eine IP66-Aluminiumfront und Wi-Fi 6E und ist für LFP-Wagen gemacht. Beide nutzen einen PCAP-Touchscreen, der auch mit Handschuhen und bei Feuchtigkeit funktioniert; von DT Research gibt es All-in-Ones von 19,5″ bis 27″. Für den medizinischen Einsatz stehen nach IEC 60601-1 zertifizierte Modelle bereit. Weil die Akkus getauscht statt nachgeladen werden, kann ein Wagen rund um die Uhr im Einsatz bleiben — die Akkus sind allerdings ein Verbrauchsteil, das jemand verwalten muss, und Bildschirm und Rechner sind fest verbunden: Wird eines getauscht, tauscht man beides.

Stromversorgung und Verkabelung am Wagen

Was auf dem Wagen sitzt, muss mit Strom versorgt und verkabelt werden — hier wird die Entscheidung körperlich. Ein Thin Client zieht wenig: Mit der lean LFP Stromversorgung — 720 Wh, über 12 Stunden Laufzeit, 5 bis 48 V DC bei 200 W — deckt ein Thin Client mit energiesparendem True-Flat-Monitor eine ganze Schicht ab, lädt in unter drei Stunden voll und übersteht bis zu 5.000 Ladezyklen. Ein Fat Client braucht mehr, und ein Gerät, das Netzspannung erwartet, verlangt den optionalen 230-V-Sinusausgang mit 400 W, was die Laufzeit verkürzt. Ein All-in-One-Panel-PC mit eigenen Akkus kommt ganz ohne externe Stromversorgung aus. Die Verkabelung folgt derselben Logik: Ein separater Client bedeutet Daten- und Netzleitungen zwischen Technikfach, Monitor und Stromversorgung. Der ProCart führt sie in einer integrierten Kabelkette getrennt durch die Säule, mit verriegelbarem Zugriff; beim VexioCart liegt die Kabelkette verdeckt in der Säule. Ein All-in-One hat schlicht weniger Leitungen — und damit eine Fehlerquelle weniger im Service.

So entscheiden Sie

Beginnen Sie beim Netz, nicht bei der Hardware. Ist der Wagen immer verbunden und der Fuhrpark groß, geben Ihnen Thin Clients mit IGEL OS und IGEL UMS den geringsten Betreuungsaufwand — und Sie können vorhandene Hardware weiternutzen. Muss der Arbeitsplatz auch ohne Server funktionieren oder laufen Anwendungen lokal, nehmen Sie einen Fat Client und kalkulieren den höheren Stromverbrauch ein. Zählen Platz, Hygiene und Verfügbarkeit rund um die Uhr am meisten, ist der All-in-One-Panel-PC mit Wechselakkus der kürzeste Weg. In jedem Fall installieren wir den Client vorab, planen Wagen, IT und Stromversorgung gemeinsam und liefern den Arbeitsplatz einsatzbereit. Mit einem Testwagen aus unserem Bestand prüfen Sie die Kombination unter realen Bedingungen, bevor Sie sich für einen ganzen Fuhrpark festlegen.

Kurz gefasst

  • Thin Clients lohnen sich im Fuhrpark: zentrale Verteilung über IGEL UMS, Ersatzwagen übernehmen ihr Profil.
  • IGEL OS läuft auf jedem 64-Bit-x86-Gerät ab 2 GB RAM; bestehende IGEL-Lizenzen werden in der MSP-Lizenzierung angerechnet.
  • Ohne dauerhafte Serververbindung oder mit lokalen Anwendungen ist der Fat Client die sichere Wahl.
  • All-in-One-Panel-PCs mit Wechselakkus sparen Gerät, Kabel und externe Stromversorgung.
  • Stromverbrauch und Kabelführung ergeben sich aus der Client-Wahl — Wagen, IT und Strom zusammen planen.

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