Veröffentlicht 2026-04-29
Mobile IT in Lager und Logistik
In Wareneingang, Kommissionierung und Inventur entstehen die Daten am Regal — nicht am Schreibtisch in der Hallenecke. Ein mobiler IT-Wagen schließt diese Lücke, sofern Stromversorgung, Scanner und Client-Verwaltung gemeinsam geplant werden.
Daten am Regal erfassen statt am Schreibtisch
Wareneingang, Kommissionierung und Inventur erzeugen Daten dort, wo die Ware liegt. Steht der Arbeitsplatz als Schreibtisch in der Hallenecke, kostet jede Buchung den Weg hin und zurück — und der Zettel, der dazwischen geschrieben wird, ist die zweite Fehlerquelle. Ein mobiler Arbeitsplatz mit Scanner und Etikettendrucker spart diese Wege: Die Palette wird in einem Durchgang gebucht, etikettiert und eingelagert. Für die Inventur gilt dasselbe — ein Wagen, der dem Zählteam folgt, hält Liste und Regal am selben Ort. Auch die Höhenverstellung zählt hier: Zählen am Regal ist Stehen, das Erfassen einer Anlieferung häufig Sitzen, und derselbe Wagen muss beides können.
Korpuswagen mit Platz für Drucker und Etiketten
Im Lager passen meist die Korpuswagen besser, weil Drucker, Etikettenvorrat und Unterlagen mitfahren. Den BaseCart gibt es in Wagenbreiten von 50 bis 90 cm auf geschweißtem Aluminiumrohr-Rahmen mit ABS-Korpus, mit Hängeregistern, Schubfächern in Wunschhöhe und Arbeitsfläche mit Schwallrand. Der AluCart auf ZARGES-Chassis ist leicht und lässt sich ohne Werkzeug umkonfigurieren, wenn sich der Prozess ändert — mit Normschienen, Schubladen und ISO-Modulfächern, in drei Größen: 5055A, 7055A und 9055A. Druckerablage, Tastaturschublade mit Mausablage, Auszugsschublade, seitlicher Klapptisch und Tablett-Halter stehen für beide als Zubehör bereit.
Scannerhalter und Kabelmanagement
Ein Handscanner mit Halterung wird benutzt; ein loser Scanner auf der Arbeitsfläche landet irgendwann auf dem Boden. Barcode-Scannerhalter gehören zum Zubehörprogramm, ebenso Normschienen, Ablagen, USB-Hubs sowie Docking-, USB- und Netzwerk-Erweiterungen; Handscanner in 2D und 3D liefern wir mit dem Wagen. Die andere Hälfte der Arbeit sind die Kabel. Der ProCart führt Daten- und Netzleitungen getrennt in einer integrierten Kabelkette in der Säule, hinter Gummilippe und Abdeckkappe, deren Zugriff verriegelbar ist — der Servicetechniker kommt schnell heran, sonst niemand. Auch der VexioCart verbirgt seine Kabelkette in der Säule. Am Korpuswagen hält ein USB-Hub auf der Arbeitsfläche die Stecker von Scanner und Drucker vom Boden fern.
Stromversorgung und Clients für die ganze Schicht
Die lean LFP Stromversorgung wurde für mobile IT-Wagen entwickelt: 720 Wh, über 12 Stunden Laufzeit je nach angeschlossenen Geräten, 5–48 V DC Ausgang mit 200 W und optional 230 V Sinus mit 400 W für einen Etikettendrucker, der Netzspannung braucht. Das integrierte Schnellladegerät arbeitet lüfterlos und lädt in unter 3 Stunden voll, die LiFePO4-Zellen halten bis zu 5.000 Ladezyklen. Tiefentladungsschutz, passive Kühlung und ein staub- und spritzwassergeschütztes Gehäuse passen zum Hallenbetrieb. Auf der Client-Seite lassen sich Thin Clients mit IGEL OS zentral über IGEL UMS verwalten, die Kommunikation ist verschlüsselt. IGEL OS macht jedes 64-Bit-x86-Gerät ab 2 GB RAM zum verwalteten Thin Client — das deckt auch vorhandene Hardware ab.
Robuste Chassis und Rollen
Ein Hallenboden fordert einen Wagen stärker als ein Stationsflur, deshalb lohnt der Blick auf das Chassis. Der BaseCart nutzt einen geschweißten Aluminiumrohr-Rahmen mit Rundum-Stoßstange, der AluCart eloxierte und pulverbeschichtete Aluminiumprofile, der ProCart ein Druckguss-Aluminium-Chassis, belastbar bis 80 kg. Der NovoCart fährt auf einem robusten Novocal-Chassis, das Schrankteil besteht aus E1-Spezialplatten mit widerstandsfähiger Melaminharzbeschichtung, die glatten Oberflächen sind schnell abgewischt. Die Rollen sind bei diesen Modellen Doppellenkrollen mit Bremsen in Ø 125 mm — die Größe, die Sie wählen sollten, wenn Schwellen, Rampen und Kabelkanäle zur Strecke gehören. Für längere Wege ist ein Schiebegriff erhältlich.
Was vor dem Rollout zu klären ist
Drei Fragen entscheiden, ob eine Flotte vom ersten Tag an trägt. Erstens das WLAN: Prüfen Sie die Ausleuchtung entlang der tatsächlichen Wege, auch in den Gassen zwischen Hochregalen und an den Wareneingangstoren — ein Thin Client ist nur so gut wie seine Verbindung. Zweitens das Laden: Legen Sie fest, wo die Wagen zwischen den Schichten stehen und ob eine Ladezeit von unter 3 Stunden in diese Lücke passt. Drittens die Stückzahl: Zählen Sie Arbeitsplätze je Schicht und je Zone, nicht je Mitarbeiter. Danach empfiehlt sich ein Testwagen aus unserem Bestand im echten Schichtbetrieb, die Vorinstallation Ihrer Clients und die Inbetriebnahme gemeinsam mit Ihrer IT — und der Umbau vorhandener Wagen statt eines Neukaufs. Vor-Ort-Service gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Kurz gefasst
- Buchen, etikettieren und einlagern in einem Durchgang statt Wege zum Schreibtisch und zurück.
- Korpuswagen tragen Drucker, Etiketten und Unterlagen — BaseCart in Breiten von 50 bis 90 cm.
- 720 Wh und über 12 Stunden Laufzeit, Vollladung in unter 3 Stunden.
- IGEL OS mit IGEL UMS verwaltet die Clients zentral, auch auf vorhandener Hardware.
- WLAN-Ausleuchtung, Ladeplätze und Stückzahl vor dem Rollout klären, nicht danach.
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